Welt-Aids-Konferenzen

Hub

Internationale Aids-Konferenzen (IAC) finden an wechselnden Orten auf wechselnden Kontinenten statt. So sollen die Signale dieser wichtigen Veranstaltungen in die jeweiligen Regionen hineinwirken. Alle zwei Jahre treffen sich tausende Wissenschaftler:innen, Ärzt:innen, Aktivist:innen und Politiker:innen, um Neues zu lernen und sich über die Therapie und die Prävention von HIV auszutauschen.

Aufgrund des hohen – auch finanziellen – Aufwandes, die mit einer Teilnahme an einer IAC verbunden sind, können viele deutsche Multiplikator:innen wie Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen aus dem HIV-Bereich nicht an der mehrtägigen Konferenz teilnehmen. Ähnlich geht es vielen Menschen mit HIV und HIV-AktivistInnen.

Damit wichtige Ergebnisse der Konferenz auch für Interessierte in Deutschland zugänglich werden, bietet die GSSG – Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit einen Zugangspunkt, einen so genannten Hub, an, um Ergebnisse und Eindrücke von der IAC nach Deutschland zu bringen. 

Die GSSG hat bereits viermal einen Hub veranstaltet, zu den Konferenzen von 2012, 2014, 2016 und zuletzt 2018.

 

Twinning

Frauen mit HIV leben oft vereinzelt, isoliert und sind einem hohen Diskriminierungsrisiko ausgesetzt. Die GSSG will Frauen mit HIV stärken, ihnen Kraft geben, sich gegen Ausgrenzung und Stigma zu wehren. Sie will engagierten Frauen mit HIV und Frauen aus dem Arbeitskontext Aids ein umfangreiches Angebot für Fortbildung (Education), Stärkung (Empowerment) und Selbsthilfe machen. Das ist bei einem Kongress, bei dem über 20.000 Fachleute erwartet werden, nicht ganz einfach.

Hieraus entstand die Idee eine Twinning-Projekts: Jeweils eine deutsche Frau und eine Frau aus Osteuropa oder Zentralasien sollen als Zwillingspärchen die Konferenz gemeinsam erleben. Sie sollen sich austauschen, gemeinsam weiterbilden und gegenseitig stärken können.

Die Teilnehmerinnen erhalten nicht nur ein Stipendium für die Konferenz, Kost und Logis. Sie bekommen auch Vernetzungsmöglichkeiten, Kontaktchancen und fachliche Begleitung. Ein fester Anlaufpunkt bei der Konferenz, zum Beispiel in der Women’s Networking Zone hilft zusätzlich, Isolation und Ängste zu durchbrechen. 

Mithilfe des Twinnings kann sehr viel, auch nachhaltig, erreicht werden, um das Leben von Frauen mit HIV in Deutschland und in den östlichen Ländern zu verbessern. Denn neben der individuellen Förderung, die mit der Konferenz verbunden ist, werden die Frauen ihre Kenntnisse und Erfahrungen auch zurück in ihre Heimatländer tragen.

Die GSSG hat das Projekt erstmals für die IAC in Wien 2010 realisiert.

Die GSSG und Corona

März 2020 - Die Corona-Krise betrifft auch die Arbeit und Projekte unserer Stiftung. Um uns und unsere Kooperationspartner:innen zu schützen, werden viele Veranstaltungen, bei denen wir uns persönlich begegnen wollten, verschoben.

Trotz aller Einschränkungen sind wir bei Fragen zur Stiftungsarbeit telefonisch und per E-Mail erreichbar. Sobald es die Situation erlaubt, freuen wir uns, die reguläre Arbeit gemeinsam fortzusetzen.

Mit den besten Wünschen für uns alle – die GSSG

Die Sommer-DHIVA 2020 ist da!

Die DHIVA ist das Fachmagazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit.

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GSSG unterstützt Sexarbeiter:innen

Juli/August 2020: Bundesweit demonstrieren Sexarbeiter:innen für ein Ende der Corona-bedingten Arbeitsverbote.

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Nothilfe-Fonds des BesD für Sexarbeiter:innen in der Corona-Krise

8. April 2020: Seit den Corona-bedingten Arbeitsverboten kämpfen in der Sexarbeit die Ärmsten der Armen um ihr Überleben.

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Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

26. März 2020: Angesichts der Corona-Krise befürchten Expert:innen eine Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt.

Unter der kostenfreien Nummer 08000-116 016 leistet das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" anonym Erst- und Krisenunterstützung bei Gewalt gegen Frauen.

Reproduktive Gesundheit von Frauen durch Corona-Pandemie gefährdet

7. April 2020: Die Hürden zum Schwangerschaftsabbruch haben sich durch die Corona-Krise verdoppelt. Ungewollt schwangere Frauen sind derzeit mit gravierenden Engpässen in der Versorgung konfrontiert.

Pro familia fordert daher den Zugang zum Schwangerschaftsabbruch niedrigschwelliger zugänglich zu machen und die Versorgung von betroffenen Frauen in ganz Deutschand gleichermaßen zu sichern.

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Frauengesundheitsportal hat neuen Themenschwerpunkt: Sexuelle Gesundheit

29. August 2019: Im Vorfeld des Welttages der sexuellen Gesundheit am 4. September 2019 weist die Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihren neuen Themen­schwerpunkt "Sexuelle Gesundheit" im Frauen­gesundheitsportal hin. Auf der Webseite erfahren Frauen, wie sie aktiv zu ihrer sexuellen Gesundheit beitragen können. Mehr...

Die Dezember-DHIVA ist da!

Die DHIVA ist das Fachmagazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit. Es gibt sie als E-Paper hier.

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