GSSG | Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit

HIV-PrEP

Die HIV-PrEP – Schutz auch für Frauen

HIV-Infektionen lassen sich auf vielfältige Weise verhindern. Zum Beispiel können Medikamente die Übertragung des HI-Virus verhindern: Antiretrovirale Medikamente verringern im Körper eines Menschen mit HIV die Zahl der HI-Viren so stark, dass sie für eine Ansteckung nicht mehr ausreichen. Wir sprechen dann von einer Viruslast unter der Nachweisgrenze oder auch von Treatment as Prevention, kurz TasP.

Menschen, die keine HI-Viren im Körper haben, können sich ebenfalls präventiv mit antiretroviralen Substanzen schützen. Dieses Vorgehen heißt Prä-Expositions-Prophylaxe, abgekürzt PrEP, weil die Medikamente vor einem möglichen Kontakt mit HI-Viren zum Einsatz kommen. Die PrEP ist nicht zu verwechseln mit der PEP, die als Post-Expositionsprophylaxe erst nach einem Risiko-Kontakt eingenommen wird.

Die antiretroviralen Substanzen der PrEP schützen, indem sie sich im Gewebe der Körperhöhlen anreichern, die beim Sex besonders empfänglich für HI-Viren sind: Im rektalen bzw. vaginalen Gewebe. Im rektalen Gewebe, also in der Analregion, wirken die PrEP-Substanzen sehr viel schneller als im vaginalen Bereich.

Die HIV-PrEP wirkt schon seit langem erfolgreich. Im Jahr 2012 wurde sie in den USA zugelassen. Seit 2019 übernehmen in Deutschland die gesetzlichen Krankenkassen alle Kosten rund um die PrEP. Das schließt neben den Medikamenten auch die erforderlichen regelmäßigen Begleituntersuchungen ein.

Bisher sind es hierzulande vor allem Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), die sich mit der PrEP schützen. Die PrEP wirkt aber auch für Frauen. Über einige Besonderheiten informieren wir mit unseren Antworten auf häufige Fragen (FAQ).

Etliche Projekte der GSSG, wie zum Beispiel das SHE-Programm oder die DHIVA, widmen sich schwerpunktmäßig der sexuellen Gesundheit von Frauen. Die folgende Auswahl der Fragen und die Antworten orientieren sich ebenfalls an dieser weiblichen Perspektive.

Die PrEP ist jedoch für alle Menschen geeignet, die sich vor einer HIV-Infektion schützen möchten. Egal ob weiblich oder männlich, cis, trans, inter oder nonbinär. Ein Informationsangebot für die männliche Perspektive gibt es zum Beispiel hier.

Wir beantworten laufend weitere Fragen. Dafür reicht eine kurze E-Mail an info[at]stiftung-gssg.org.

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