GSSG | Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit

Nachrichten aus aller Welt

Internationaler Tag gegen Gewalt an Sexarbeitenden

Internationaler Tag gegen Gewalt an Sexarbeiter:innen

17. Dezember 2020: Mit dem internationalen Tag gegen Gewalt an Sexarbeiter:innen wird für das Ende der Kriminalisierung von Sexarbeiter:innen gekämpft. Anlässlich dieses Aktionstages fordern die Selbstorganisation von Sexarbeiter:innen und Fachberatungsstellen ein Ende der Diskriminierung und gesellschaftlichen Marginalisierung von Sexarbeiter:innen. Als Symbol dient an diesem Tag ein roter Regenschirm.

Zur Pressemitteilung des Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) geht es hier.

WGH Stellungnahme: Frauen in der COVID-19 Pandemie

7. Mai 2020: Vor dem Hindergrund der gegenwärtigen COVID-19 Pandemie fordert die Organisation Women in Global Health (WGH) in ihrer aktuellsten Stellungnahme mehr Geschlechtergerechtigkeit im Gesundheitswesen, da Frauen in anderem Maße von der Gesdunheitskrise betroffen sind als Männer. Um den Gesundheitssektor für beide Geschlechter gleichermaßen fair zu gestalten, sollen Beratungs- und Entscheidungsgremien paritätisch und interdisziplinär besetzt, Frauen in Gesundheitsberufen und der Pflege gestärkt und geschlechtersensible Daten und Forschung gefördert werden.

Die Stellungnahme finden Sie hier.

Pro Familia Familienplanungsrundbrief Nr. 3/ 2019 zum Thema "Sexuelle und Geschlechtliche Vielfalt"

Januar 2020: Der Familienplanungsrundbrief „Medizin“ des Bundesverbandes der Pro Familia gibt Informationen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit für Beratung und Therapie. In der dritten Ausgabe für 2019 geht es um „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“. Der Rundbrief versucht, die Komplexität des Themas aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und neue Perspektiven aus der Wissenschaft und für die Praxis zu vermitteln.

Den Familienplanungsrundbrief finden Sie hier

200 Organisationen unterstützen polnische NGO bei Prävention und Gesundheitsförderung

Im Januar 2020 haben mehr als 200 internationale Organisationen und Einzelpersonen eine Erklärung unterzeichnet. Ihr Ziel: polnische Nichtregierungsorganisationen (NGO) bei der Arbeit in Prävention und Gesundheitsförderung zu unterstützen. Denn die polnische Regierung will den Ansatz der Harm Reduction (oder Schadensminderung) nicht mehr unterstützen.

Die Erklärung, die auch von der GSSG unterzeichnet wurde, finden Sie hier.  

Die Schadensminderung ist eine international anerkannte Methode, die negative Folgen riskanten Sexualverhaltens verringert. Dieser Ansatz ist aus internationaler Sicht für die öffentliche Gesundheit äußerst wichtig. Denn er hilft erwiesenermaßen, das Ausbreiten von sexuell übertragenen Infektionen (STI) zu verhindern. Außerdem entlastet er die Gesundheitssysteme, weil er den finanziellen Aufwand für Krankenhausaufenthalte, Diagnostik und Behandlung verringert.

Frauengesundheitsportal hat neuen Themenschwerpunkt: Sexuelle Gesundheit

29. August 2019: Im Vorfeld des Welttages der sexuellen Gesundheit am 04. September 2019 weist die Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihren neuen Themen­schwerpunkt „Sexuelle Gesundheit“ unter www.frauen­gesundheitsportal.de hin. Auf der Webseite erfahren Frauen, wie sie aktiv zu ihrer sexuellen Gesundheit beitragen können.

Zu der Neuerung hat die BZgA eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Informationen für Frauen zum Thema sexuelle Gesundheit: www.frauengesundheitsportal.de/themen/sexuelle-gesundheit/

Beratungsangebote für Frauen zu STI: www.frauengesundheitsportal.de/themen/sexuelle-gesundheit/hilfe-und-beratung/

Sexuelle Gesundheit

13. Dezember 2018: Mit einer Pressemitteilung positioniert sich die pro familia klar gegen den gestern vorgelegten „Vorschlag der Bundesregierung zur Verbesserung der Information und Versorgung in Schwangerschaftskonfliktlagen“.

Zur Pressemitteilung geht es hier.

Sexuelle Gesundheit

3. September 2018: Anlässlich des Welttags der sexuellen Gesundheit am 4. September stellt das „Walk In Ruhr (WIR) – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin“ gemeinsam mit der Aidshilfe NRW in Bochum ein neues Testangebot zur Prävention sexuell übertragbarer Infektionen (STI) vor: „test it“.

Sexuelle Gesundheit

6. März 2018: Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März weist die Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids in NRW (LAG) auf die unterschiedlichen Möglichkeiten hin, wie sich heterosexuelle Frauen vor HIV schützen können.

So steht neben Kondomen bzw. Femidomen und Schutz durch Therapie mit der HIV-Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) eine weitere Methode zur Verfügung.

Zur Pressemitteilung der Aidshilfe NRW geht es hier.

Weitere Informationen zur PrEP finden Sie hier.

DAS vergibt Medienpreis HIV/Aids

8. Dezember 2017: Die Deutsche Aids-Stiftung wird für die Jahre 2017 und 2018 wieder einen Medienpreis vergeben, der bereits seit 30 Jahren sachliche und kompetente Medienarbeit zu HIV und Aids auszeichnet. Mitmachen kann jedeR, der Preis ist insgesamt mit 15.000 Euro dortiert.

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2019. Die Stiftung nimmt schon jetzt Bewerbungen an.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Welt-Aids-Tag: Neue BZgA-Studie

29. November 2017: Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 01. Dezember hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in einer bundesweiten Repräsentativ-Befragung die Einstellung der Bevölkerung zum Thema „Leben mit HIV“ erhoben. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass 65 Prozent der Befragten keine Berührungsängste mit dem Thema HIV/Aids haben.

 Auch besteht ein hohes Bewusstsein in der Bevölkerung für die Thematik. Fast alle Befragten (97 Prozent) halten es nach wie vor für wichtig, über HIV/Aids informiert zu sein. Allerdings zeigen die Daten auch, dass es für Teile der Bevölkerung im alltäglichen Umgang mit HIV-positiven Menschen immer noch Unsicherheiten und Vorurteile gibt. So sind 23 Prozent der Meinung, dass Menschen mit HIV an ihrer Erkrankung selbst schuld sind.

Zur kompletten Pressemitteilung geht es hier.

Die Plakataktion zum Welt-Aids-Tag wird unterstützt vom Fachverband Außenwerbung e. V. (FAW). Die Plakatmotive finden Sie zum Download hier.

In der Repräsentativbefragung „Einstellung der Bevölkerung zum Thema Leben mit HIV“ wurden 1.012 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 16 Jahren im August 2017 befragt. Die Studienergebnisse stehen zum Download hier.

Behandlungsbedarf bei Schutz und Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt

21. September 2017: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat ein Positionspapier zum Schutz und zur Akzeptanz von geschlechtlicher Vielfalt veröffentlicht.

 

Darin wird deutlich, dass vor allem in den Bereichen Recht, Beratung und Akzeptanzförderung weiterhin akuter Handlungsbedarf besteht.

Zur gesamten Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geht es hier.

Hier geht es zum Positionspapier.

Sexualverhalten in Deutschland: Ergebnisse einer repräsentativen Befragung

21. August 2017: In Deutschland existieren bislang keine bevölkerungsbasierten Befragungen zur Häufigkeit verschiedener sexueller Verhaltensweisen. Besonders in Bezug auf die Prävention und Behandlung sexuell übertragbarer Infektionen ist das Sexualverhalten jedoch von interdisziplinärem Interesse.

In der August-Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes fassen ÄrztInnen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung zum Sexualverhalten in Deutschland zusammen. Hier geht es zu dem Artikel.

Sexarbeit und sexuelle Gesundheit - Was hat die Frauenheilkunde mit der Prostitution zu tun?

Juni 2017: Lesen Sie hier den Artikel von GSSG Stfterin Harriet Langanke aus der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift gyne, der genau zu dieser Frage Hintergrundwissen vermittelt.

BZgA veröffentlicht neue Motive der Kampagne Liebesleben

22. Mai 2017: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) präsentiert neue Motive für die Kampagne „Liebesleben“. Plakate sollen mit einer Mischung aus Humor und Information, die Bevölkerung zum Thema sexuell übertragbare Infektionen aufklären und  für die Kondomnutzung werben. Die zentrale Botschaft heißt „Geht bei Symptomen für eine sexuell übertragbare Infektion zum Arzt“.

2016 führte die BZgA die Repräsentativbefragung „Aids im öffentlichen Bewusstsein“ durch. Danach gaben 91 Prozent der über 16-Jährigen, mit mehr als einem Sexualpartner oder einer Sexualpartnerin in den letzten 12 Monaten an, immer, häufig oder gelegentlich Kondome zu benutzen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Befragungen im Jahr 1988.

Zur Studie geht es hier.

Zu den Plakatmotiven geht es hier.

Zur Pressemitteilung der BZgA geht es hier.

Der Schutz von Frauen vor Gewalt wird in Deutschland nachhaltig gestärkt

8. März 2017: Die Bundesregierung hat am heutigen Internationalen Frauentag den Gesetzentwurf zum „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ zugestimmt. Damit sind die Voraussetzungen für die Ratifizierung der Istanbul-Konvention erfüllt. Deutschland hatte das Übereinkommen bereits im Mai 2011 in Istanbul unterzeichnet und angekündigt, es in nationales Recht umzusetzen.

Mit der Ratifizierung wird der Schutz von Frauen vor allen Formen von Gewalt in Deutschland weiter nachhaltig gestärkt. In den 81 Artikeln des Übereinkommens sind umfassende Verpflichtungen zur Stärkung der Gleichstellung von Mann und Frau enthalten; insbesondere das Recht der Frauen auf ein gewaltfreies Leben.

Zur gesamten Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geht es hier.

Gesundheit von geflüchteten Frauen stärken

7. März 2017: Der pro familia Bundesverband macht anlässlich des Weltfrauentags auf die Situation von geflüchteten Frauen und Mädchen. Rund ein Drittel von allen Geflüchteten, die in der Vergangenheit nach Deutschland kamen, waren Frauen. In Deutschland erfuhren geflüchtete Frauen Gewalt zum Beispiel in den Sammelunterkünften. Flächendeckende Angebote könnten dabei helfen, ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit zu verwirklichen. Bei den Unterstützungsangeboten müsse es immer darum gehen, die Rechte der Geflüchteten zu stärken und nicht die eigenen Vorstellungen als einzige Normalität und Standard zu begreifen.

„Gesundheit ist Voraussetzung für die Integration. Dazu zählt auch der Schutz vor sexueller Gewalt, die Betreuung während der Schwangerschaft und das Recht auf sexuelle Bildung“, sagte die pro familia Bundesvorsitzende Prof. Dr. Daphne Hahn. „Wir brauchen mehr Angebote für geflüchtete Frauen, die psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt waren.“

Allerdings sollten die Mädchen und Frauen nicht pauschal als Opfer wahrgenommen werden, sondern als Gestalterinnen ihres Lebens. Die Aufgabe psychosozialer Beratung sei, den individuellen Bedarf zu erkennen, zu begleiten und zu unterstützen. Von zentraler Bedeutung sei es, die jeweiligen Deutungs- und Orientierungssysteme, Handlungsrahmen und Leben

Zur gesamten Pressemitteilung geht es hier.

WHO veröffentlicht Leitlinie zu sexueller Gesundheit und sexuellen Rechten von Frauen mit HIV

21. Februar 2017: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Leitlinie für Frauen mit HIV veröffentlicht. In rund 50 Empfehlungen fasst die WHO zusammen, wie die reproduktive und sexuelle Gesundheit von Frauen mit HIV gewahrt und deren Rechte gestärkt werden können.

HIV-positive Frauen sind laut WHO in vielen Ländern und Regionen in mehrfacher Hinsicht benachteiligt und Diskriminierungen ausgesetzt. Die Geschlechterungleichheit werde durch HIV einerseits noch forciert, andererseits sei diese auch eine Ursache für die höhere Vulnerabilität von Frauen.

Die Gleichstellung der Geschlechter und die Wahrung der Menschenrechte müssten deshalb grundlegende Prinzipien aller Angebote für Frauen mit HIV sein, so die WHO weiter. Zudem sei es wichtig, den Frauen die notwendige medizinische, soziale und rechtliche Unterstützung zukommen zu lassen, um deren Lebensqualität und Gesundheitszustand langfristig zu verbessern.

Ausgrenzung und Stigmatisierung aufgrund der HIV-Infektion, aber auch Gewalt ist leider immer noch Alltag für viele Frauen mit HIV. Die WHO empfiehlt daher, sofort Hilfe anzubieten oder in die Wege zu leiten, wenn Gesundheitspersonal von Übergriffen durch zum Beispiel Lebenspartner oder andere Familienangehörige erfährt. Das Thema Gewalt solle zudem in der Beratung und Begleitung von Frauen berücksichtigt werden, die darüber nachdächten, ihren positiven HIV-Status dem Partner gegenüber offenzulegen.

Zu den Leitlinien auf Englisch geht es hier.

Zur Meldung der Deutschen Aids-Hilfe geht es hier.

Trump gefährdet die Gesundheit von Frauen weltweit

26. Januar 2017: Der pro familia Bundesverband reagiert bestürzt auf die Unterzeichnung der „Global Gag Rule“ durch Donald Trump. In einer Pressemitteilung der profamilia heißt es dazu: „Das wird sich verheerend auf die Frauengesundheit weltweit auswirken, die Raten der Müttersterblichkeit werden vor allem in ärmeren Ländern wieder ansteigen.“ Die GSSG teilt die Besorgnis an und unterstützt den Appell der pro familia an die deutsche Regierung, sich an einem internationalen Fonds zu beteiligen, um die durch die Global Gag Rule entstehenden Finanzierungslücken zu schließen.

Auch international stößt die „Global Gag Rule“ auf Protest. Die Global Advocacy for HIV Prevention (AVAC) spricht sich für die Stärkung von Frauenrechten im Gesundheitsbereich aus. Gleichzeitig ruft AVAC zur Solidarität mit all jenen engagierten Personen auf, die durch diese Regelungen ihre Arbeit nicht mehr effktiv verrichten können.

Mehr.

Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften verbessern

4. Januar 2017: Der Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften soll verbessert werden. Dafür wird die Bundesinitiative zum „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ ausgebaut. Die Initiative von Unicef und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wird zusätzlich 75 Koordinatorenstellen für Gewaltschutz fördern.

Bewerben können sich bis zum 10. Feburar 2017 freie, kommunale und private Träger von Flüchtlingsunterkünften ebenso wie Einrichtungen in Landesträgerschaft. Das BMFSFJ fördert jede Koordinatorenstelle mit jährlich 40.000 Euro.

Die Initiative wurde im vergangenen Jahr mit der Förderung von bundesweit 25 Koordinatorenstellen gestartet. Ziel ist es, die Sicherheit von Kindern, Frauen und Jugendlichen sowie anderen besonders schutzbedürftigen Personen in Not- und Gemeinschaftsunterkünften zu verbessern.

Zur gesamten Pressemitteilung geht es hier.

SexarbeiterInnen begrüßen Studie über Menschenhandel

21. Dezember 2016: Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) macht auf die Studie „Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung und schwere Arbeitsausbeutung von Frauen“ aufmerksam. Der Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel (KOK e.V.) hat die Untersuchung veröffentlicht. Ziel der Studie ist es, die öffentliche Wahrnehmung zu Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung zu schärfen und die Vielschichtigkeit der Problematik zu verdeutlichen.

Laut der Studie ist es kaum im Bewusstsein der Bevölkerung, dass in Deutschland außerhalb der Prostitution massenhaft Menschen ausgebeutet werden. Pressesprecherin des BesD, Undine de Rivière: „Auch in dieser Hinsicht ist unser Beruf einer wie viele andere. Menschenhandel und Arbeitsausbeutung kommen in verschiedenen Branchen vor und müssen selbstverständlich bekämpft werden. Doch nur in bezug auf Sexarbeit gibt es die Diskussion, den ganzen Wirtschaftszweig „einzudämmen“, um kriminelle Fälle zu verhindern. Auch die Presse muss hier in die Pflicht genommen werden, ausgewogen zu informieren.“

Die vollständige Studie finden Sie hier.

Kommentare des BesD finden Sie hier.

Jetzt bewerben zum HIV-Community-Preis

1. Dezember 2016: Der HIV-Community-Preis geht in eine neue Runde. Bewerben können sich alle, die sich in ihrer Stadt oder Gemeinde für eine Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit HIV einsetzen. Ziel des Wettbewerbs ist es, Best Practice-Beispiele für die Versorgung und soziale Integration von Menschen mit HIV zu fördern und bekannt zu machen.

Der Preis wird alle zwei Jahre von der Deutschen Aids-Gesellschaft, der Deutschen Aids-Hilfe, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung 
HIV-Infizierter (dagnä) und dem Pharmaunternehmen Janssen ausgelobt. Das Preisgeld beträgt 12.000 Euro. Der Wettbewerb richtet sich an Vereine, Verbände sowie an Selbsthilfeorganisationen und Beratungsstellen, medizinische Einrichtungen und soziale Dienste.

Alle Interessierten können sich bis zum 31. März 2017 unter www.hiv-community-preis.de um den Preis bewerben.

Truvada als PrEP: EMA empfiehlt Prophylaxe-Medikament für Personen mit hohem HIV-Risiko

22 Juli 2016: DieEuropäische Zulassungsbehörde EMA empfiehlt die Zulassung von Truvadazur PräExpositionsprophylaxe (PrEP) von HIV. Es ist zu erwarten, dass die Europäische Kommission der Empfehlung folgt und die PrEP spätestens im September tatsächlich zulässt. Damit kann die PREP auch in Deutschland ab Herbst verfügbar werden.

Wie die Prävention von HIV mit der PrEP funktioniert beantwortet der Lifeboatfilm „HIV-Prävention für Sie und Ihn – Fragen und Antworten zur PrEP„.

Die Pressemitteilung der EMA auf Englisch finden Sie hier.

Truvada als PrEP: EMA empfiehlt Prophylaxe-Medikament für Personen mit hohem HIV-Risiko

9. Juni 2016: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bestätigt, dass in Armenien, Weißrussland und der Republik Moldau die Übertragung von HIV bzw. Syphilis von der Mutter auf das Kind eliminiert wurde. „Die Kinder gesund zur Welt zu bringen, sichert ihnen den besten Start ins Leben. Es ist sehr ermutigend zu erleben, dass diese Länder die Eliminierung der Mutter-Kind-Übertragung für diese zwei Krankheiten unterbrechen konnten,“ sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan.

Zur gesamten Pressemitteilung der WHO Europa geht es hier.

Einzeller des Jahres 2016: Trichomonas vaginalis

1. Juni 2016: Deutsche Gesellschaft für Protozoologie hat Trichomonas vaginalis als Einzeller des Jahres 2016 gewählt. Trichomonas vaginalis ist ein parasitischer Einzeller, der auch den Menschen befallen kann. Er ist Auslöser der Trichomonose, eine der häufigsten nicht-viralen sexuell übertragenen Infektionskrankheiten weltweit.

Die Trichomonose kann das Risiko für eine HIV-Infektion und für Gebärmutter- und Prostatakrebs erhöhen. Da 50 bis 80 Prozent der Infektionen  ohne Symptome verlaufen, ahnen viele Betroffene nichts von ihrer Infektion mit dem Einzeller des Jahres.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Neue BZgA-Kampagne Liebesleben

4. Mai 2016: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und  Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellen in Berlin die neue BZgA-Kampagne Liebesleben vor. Die neue Kampagne ist Teil der aktuellen Strategie der Bundesregierung zur Eindämmung von sexuell übertragbaren Infektionen, die das Bundeskabinett am 6. April 2016 verabschiedet hat.

Zur Pressemitteilung der BZgA geht es hier.

Zu den Plakatmotiven geht es hier.

Kabinett beschließt Strategie zur Eindämmung von HIV und anderer STI

6. April 2016: Das Bundeskabinett hat einen Strategieentwurf beschlossen, um HIV, Hepatitis B und C sowie andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) einzudämmen. Der Entwurf „BIS 2030 – Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorübergreifend“ wurde vom Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erarbeitet.

Im Mittelpunkt von BIS 2030 stehen Präventions- und Versorgungsangebote für verschiedene Altersgruppen und in unterschiedlichen Lebensbereichen. Die Bereiche „Früherkennung und Prävention“ werden mit der neuen Strategie weiter ausgebaut. Neben HIV zielt der Entwurf auch auf  weitere STI ab, deren Übertragungswege und -risiken mit denen des HI-Virus vergleichbar sind.

Auf internationaler Ebene sollen die Anstrengungen fortgeführt werden, allen von HIV und STI Betroffenen Zugang zu Behandlung und sozialer Absicherung zu ermöglichen. Dazu gehört auch, Gesundheitssysteme und Frauenrechte zu stärken.

Zur Meldung geht es hier.

Die Broschüre gibt es als PDF-Download hier.

"Was tun bei sexueller Belästigung?" – Neuer Leitfaden für Beschäftigte und ArbeitgeberInnen

3. März 2016: Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes veröffentlichte anlässlich des Weltfrauentages am 8. März den Leitfaden „Was tun bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz?“.

Die Broschüre liefert Zahlen und Fakten zu sexueller Belästigung, klärt über Folgen für Beschäftigte und Unternehmen auf und informiert über die Rechte und Pflichten sowie die möglichen Handlungsstrategien von Betroffenen, Vorgesetzten und Betriebsräten. Für Präventionsmaßnahmen, den Ablauf von Personalgesprächen und mögliche Sanktionen macht die Handreichung konkrete Vorschläge.

Die Broschüre zum Download gibt es hier

Zur Pressemitteilung der Antidiskriminierungsstelle geht es hier

Zanzu.de - Neues Webportal zur sexuellen Gesundheit von MigrantInnen

25. Februar 2016: In Berlin stellte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das neue Webportal Zanzu.de vor. www.zanzu.de gibt in 13 Sprachen einfache Erklärungen zu Körperwissen, Schwangerschaft und Geburt, Verhütung, HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen. Zudem erklärt es die Rechte und Gesetze in Deutschland. Dabei richtet es sich vor allem an MigrantInnen, um bei ihnen Ängste und Unsicherheiten abzubauen und Wissen zu sexueller Gesundheit zu erwerben.Gleichzeitig sollen die angebotenen Informationen auch MultiplikatorInnen unterstützen.

Das Portal wurde von der BZgA in Kooperation mit der belgischen Nichtregierungsorganisation Sensoa erarbeitet. Ein nationales und internationales Beratungsgremium, in dem auch die Weltgesundheitsorganisation vertreten ist, hat das Projekt begleitet.

Zur Pressemitteilung geht es hier

Europäische Qualitäts-Offensive zur HIV-Prävention

26. Januar 2016: Heute startet in Berlin die zweitägige Abschlusskonferenz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur „Quality Action“ mit VertreterInnen aus 18 EU-Mitgliedstaaten.

Das von der BZgA geleitete EU-Projekt „Quality Action – Improving Quality in HIV Prevention“ hat in den letzten drei Jahren praktische Ansätze zur Qualitätsentwicklung in der HIV-Prävention in Europa erprobt und verankert. Mehr als 300 ExpertInnen der HIV-Prävention wurden ausgebildet und über 80 Anwendungen praktischer Instrumente zur Qualitätsentwicklung evaluiert.

Zum Projekt geht es hier.

Zur Pressemitteilung der BZgA geht es hier.

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