GSSG | Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit

SAMBA – Fachtagung Sexarbeit RLP 2022

Fr 14.10.2022 / Sa 15.10.2022
Kulturzentrum KUZ Mainz

Worum geht es?

Die Buchstaben im Namen SAMBA erklären die beiden thematischen Schwerpunkte der Fachtagung: Es geht um „SexualAssistenz und den Männlichen Blick als Aspekte von Sexarbeit“.

Wer sind die Veranstalter:innen?

Zur Fachtagung SAMBA lädt der BesD gemeinsam mit dem Landesverband der pro familia und der GSSG – Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit ein.

Was die drei Organisationen eint: Sie wollen informieren und die Vernetzung von Organisationen und Strukturen in Rheinland-Pfalz, die mit Sexarbeit zu tun haben (Beratungsstellen, Einrichtungen, Behörden, Politik), fördern.

Warum in Rheinland-Pfalz?

Die Wahl fiel bewusst auf Mainz als Tagungsort. Denn 2010 hat Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland das Recht auf selbstbestimmte Sexualität für Menschen in Einrichtungen wie die der Behinderten- und Altenpflege verankert, und zwar mit dem „Gesetz über Wohnformen und Teilhabe“ (LWTG).

Außerdem gibt es drei vom Land geförderte Prostituiertenberatungsstellen: Roxanne (Koblenz), Luna Lu (Ludwigshafen) und Ara (Trier), die Sexarbeiter:innen mit einer akzeptierenden Grundhaltung unterstützen.

Was kostet die Fachtagung?

Die Preise für die Fachtagung sind gestaffelt und gelten für beide Tage. Der Standard-Preis beträgt 45 Euro. Der Solidaritäts-Preis von 90 Euro ermöglicht einer zusätzlichen, bedürftigen Person die Teilnahme. Ein reduzierter Beitrag von 15 Euro gilt für Studierende und Interessierte mit geringem Einkommen und entsprechendem Nachweis. Im Tagungspreis sind Snacks und Tagungsgetränke enthalten.

Hinweis: Bitte geben Sie bei der Anmeldung unter „Kommentare“ an, ob Sie den Standard- , Solidaritäts- oder reduzierten Preis zahlen möchten.

Was bietet das Programm?

Der Freitag widmet sich der Sexualassistenz. Also einer sexuellen Dienstleistung für Menschen, die Unterstützung bei der Umsetzung ihres Rechts auf selbstbestimmte Sexualität benötigen. Am Samstag dreht sich alles um die männliche Perspektive in der Sexarbeit. Es geht um Studien zu und Begegnungen mit Kunden („Freier“) und Anbietern (Callboys etc.). Hier lässt sich das Programm herunterladen.

Warum diese Fachtagung?

Auf anderen Tagungen zu Prostitution wird oft über migrantische Armutsprostituierte gesprochen, die aus wirtschaftlicher Not oder durch Kriminelle dazu gezwungen werden, sexuelle Handlungen anzubieten. Dieser Fokus führt häufig zu einer generellen Ablehnung von Sexarbeit. Dass es auch selbstbestimmte Sexarbeit gibt, wird aus dieser Perspektive heraus entweder verneint oder als unbedeutendes Randphänomen betrachtet. So entsteht manchmal die Forderung, Sexarbeit beispielsweise über die (männlichen) Kunden zu kriminalisieren. Obwohl das nachweislich zu einer Verschiebung der Sexarbeit in die Illegalität führt. Dies hat wiederum zur Folge, dass Menschen in der Sexarbeit besonders vulnerabel werden und für Unterstützungs- oder Ausstiegsangebote kaum noch zugänglich sind. Die Fachtagung SAMBA wechselt die Blickrichtung. Sie will aufzeigen, wie Sexarbeit ohne Ausbeutung, Traumatisierung und Menschenhandel gestaltbar ist – als Dienstleistung im gegenseitigen Einvernehmen.

Was bedeutet das Logo?

Das Logo der Fachtagung spielt mit zwei Symbolen aus der Sexarbeit. Die Feder steht für die zarte Berührung, der Stöckelschuh ist, neben dem internationalen „Red Umbrella“, ein klassisches Symbol der Prostitution.

Weitere Fragen zur Fachtagung?

Gerne über die Webseite https://besd-ev.de/samba2022

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