GSSG | Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit

Aktuelles

Fragwürdiger TV-Beitrag empört Wissenschaft, Fachleute und Beteiligte

März 2021: Am 4. März strahlte der Sender 3Sat einen Beitrag mit dem Titel „Prostitution: Kein Job wie jeder andere“ aus. Dieser wurde als „Wissenschaftsdokumentation“ bezeichnet, propagierte aber einseitig die Perspektive von Sexarbeitsgegner:innen. Jene Protagonistinnen, die sich für die Destigmatisierung von Sexarbeit einsetzen, wurden mit falschen Zusagen über einen ausgewogenen Beitrag zum Mitmachen bewogen. Unter ihnen auch die Sozialwissenschaftlerin und GSSG-Fachbeirätin Elfriede Steffan. Die Empörung über diesen Beitrag ist in der Fachwelt groß, und es gibt bereits zahlreiche Beschwerden von vielerlei Seiten bei der Redaktion und dem Fernsehrat.

Hier lesen Sie, mit welchen Stellungnahmen sich die Protagonistinnen Johanna WeberKristina Marlen und Elfriede Steffan gegen das unlautere Vorgehen der Filmemacherin wehren.
Außerdem wenden sich die Deutsche STI-Gesellschaft, die Caritas und der Sozialdienst Katholischer Frauen, der Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) sowie das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (Bufas) gegen den irreführenden Beitrag.

Fachbeirätin Gisela Hilgefort bei Deutschlandfunk Kultur zum §219a

März 2021: Die GSSG unterstützt neben den sexuellen Rechten auch die reproduktiven. Daher setzt sie sich dafür ein, dass Schwangere wählen können, wie sie ihre Schwangerschaft beenden. GSSG-Fachbeirätin Gisela Hilgefort hat zum Internationalen Frauentag im Deutschlandfunk Kultur erklärt, warum der § 219a diese Rechte blockiert.
Hier können sie den Beitrag hören oder eine Abschrift davon lesen.

Neuer Web-Auftritt des FGZ München

Februar 2021: Das Frauengesundheitszentrum (FGZ) München feiert in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag. Diesen Anlass feiert das FGZ, so GSSG-Fachbeirätin Ulrike Sonnenberg-Schwan, unter anderem mit einer neuen Website. Die Münchner Einrichtung ist das bundesweit einzige FGZ mit einem Schwerpunkt für Frauen mit HIV.

GSSG unterstützt Spendenaufruf des BesD für mehr Arbeitsrechte in der Sexarbeit

Januar 2021: Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) ruft zu Spenden für mehr Arbeitsrechte in der Sexarbeit auf.

Damit möchte der BesD nicht nur Alternativen zur Kriminalisierung von Sexarbeit (und zum Prostituiertenschutzgesetz) miterarbeiten, sondern auch zur Eindämmung von Menschenhandel und Ausbeutung beitragen.

Politische Arbeit braucht ein finanzielles Grundgerüst – Spenden können Sie hier!

Dezemberausgabe der Zeitschrift für Sexualforschung

Dezember 2020: Die Dezember-Ausgabe 2020 der Zeitschrift für Sexualforschung setzt einen thematischen Schwerpunkt zur Sexarbeit. Mit dabei: der Forschungsbericht zum ProstSchG im SAGE-Pilotprojekt der GSSG. Dessen Ergebnis ist klar: Sexarbeitende brauchen mehr Beratungsangebote, die Gesundheitsämter könnten wichtige Lotsenfunktionen übernehmen.

Plätzchen von und für Sexarbeitende

21. Dezember 2020: Für viele Menschen in der Sexarbeit bedeutet das Corona bedingte Arbeitsverbot große Not. Passend zur Weihnachtszeit zeigten sich Sexarbeiter:innen in und um Köln solidarisch mit ihren Kolleg:innen und backten. Zahlreiche selbstgebackene Plätzchen und Muffins landeten bei der Beratungsstelle „Rahab“ für Sexarbeiterinnen in Köln. Die verteilten das Gebäck auf der Straße und bei den Beratungen. Die Empfänger:innen haben sich, so Rahab, „total darüber gefreut“. Die Back-Aktion machte auch auf den Spendenaufruf des BesD für seinen Nothilfe-Fonds aufmerksam.

Knotenfrau Dörte Nittka ist verstorben

7. Dezember 2020: Die GSSG trauert um die Netzwerk-Kollegin Dörte Nittka, die am 7. Dezember nach langer Krankheit verstarb. Dörte war viele Jahre Ansprechpartnerin als Knotenfrau für Schleswig-Holstein im bundesweiten Netzwerk Frauen und Aids/HIV. Wir sind dankbar für die vielen schönen Begegnungen.

Gaby Wirz erhält das Bundesverdienstkreuz
(Foto: Sabine Faber)

Nachruf auf GSSG-Fachbeirätin Gaby Lenz von Harriet Langanke

3. Dezember 2020: Unsere Fachbeirätin Gaby Lenz – die die meisten noch als Gaby Wirz kennen – ist gestern gestorben. Nach langer Krankheit, friedlich und ohne Schmerzen, daheim im eigenen Bett, wie ihr Mann Jochen mich informiert hat.

Erkenntnisse zum Einsatz von Online-Fokusgruppen in der empirischen Sozialforschung

2. Dezember 2020: Am Bildschirm über sexuelle Gesundheit sprechen

Ein Beitrag von Angelika Witz, Norbert H. Brockmeyer, Harriet Langanke, Adriane Skaletz-Rorowski, Arne Kaiser und Britta Köhler

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen lassen für viele Disziplinen alternative Forschungsmethoden erforderlich werden. In der empirischen Sozialforschung erfordern quantitative und qualitative Untersuchungen Kommunikationsformen, die ohne physische Präsenz auskommen. Für eine qualitative Datenerhebung zu sexueller Gesundheit wurden daher mehrere Fokusgruppen online durchgeführt. Diese Methode wird in diesem Beitrag auch als Möglichkeit vorgestellt, Gespräche über sensible Themen wie Sexualität zu führen. Das Ergebnis ist klar: Sexarbeitende brauchen mehr Beratungsangebote, die Gesundheitsämter könnten wichtige Lotsenfunktionen übernehmen.

Zum Artikel geht es hier.

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